Dominique-Muriel Krause

FÜR DICH!

Mein Name ist Dominique-Muriel Krause. Eine berechtigte Frage, wenn Du mich fragst: „Wer bist Du? Ich würde Dich gerne näher kennen lernen!“ Ich werde Dir ein paar Worte zu meiner Person erzählen. Na ja, schliesslich bitten mich Frauen wie Du, in einem ziemlich persönlichen Thema um Hilfe. Ich an Deiner Stelle würde auch gerne wissen, wem ich mich anvertraue, damit ich in meinem Frausein mehr Erfolg erziele.

 

Ich bin in einer Großstadt in der Schweiz geboren. Meine Eltern zogen als ich

6 Jahre alt war in die Innerschweiz in ein Dorf. Ich lebte wie eine Prinzessin in einem Herrenhaus, umgeben von Bergen, Seen und Wiesen. Frühmorgens wenn ich aufwachte, hörte ich Brunnengeplätscher, ein Hahn, der den allmorgendlichen Weckdienst übernahm. Die Kühe trugen unterschiedlich grosse, wohlklingende Glocken um den Hals. Das fröhliche Gebimmel hörte sich beruhigend und unterstrich die malerischer Idylle der Landschaft. Mein Mädchenzimmer hatte einen Balkon und ich liess es mir nicht nehmen dem täglichen Schauspiel der Natur, der Sonnenuntergang beizuwohnen. Die Sonne ging langsam hinter den Bergen unter und spiegelte sich in den gelb, rot bis blassrosa Tönen in dem See wieder. Ein faszinierendes Naturspektakel, Sorry, dass ich ins träumen gerate, aber genau das macht uns Frauen aus. Der Genuss, die Sinnlichkeit und die Intensität der Wahrnehmung der Sinne.

 

Aber der Schein trügt. In der Grundschule kämpfte ich Tag täglich um das

Überleben. Als Künstlertochter und dann noch zweisprachig in einem einfach gestrickten Bauerndorf, kein leichtes Unterfangen. Gebrandmarktet mit dem

Stempel der Andersartigkeit auf der Stirn, das auserkorene Opfer.

 

Diese Opferrolle eignete ich mir bis zur Perfektion an und die zog sich wie einen roter Faden bis vor ca 12 Jahren durch meinem Leben. Meine spätere

Scheidung war für mich der Startschuss zu einer Kehrtwendung. Ich machte eine methamorphosische Wandlung durch und gewann an Schönheit, Stärke, Würde, Sinnlichkeit, Lebensfreude und Glück.

 

Ich verliess die Hölle, um ins Paradies des Lebens zu gelangen. Auf meinem Lebensweg kennzeichneten sich viele Höhen und Tiefen. Ich weiss, was es heisst, in einem goldenen Käfig ausgeliefert, verängstigt, eingesperrt, verspottet zu werden, für eine längere Zeit mit der Existenzangst zu ringen, der Looser der Nation zu sein, alles zu verlieren was mir lieb und teuer war und dem psychischen und physischen Missbrauch erlegen zu sein und sich dadurch wehrlos zu fühlen.

 

Es gab eine Situation in meinem Leben, da konnte und wollte ich nicht mehr weiterleben. Ich gab mich komplett auf. Innerlich war ich ein Nichts – ein niemand – ein Wrack. Nicht einmal die Liebe zu meinen Kinder konnten, diesen absurden Gedanken retten. Ich verabschiedete mich von meiner Mutter mit den Worten: „Mama, mein Leben hat keinen Sinn! Ich schaffe es nicht! Wir werden uns auf dieser Erde nicht wieder sehen, denn ich gehe fort.  Ich gehe an einem Ort, wo wir später  alle hinkommen. Mein Leben ist vorbei!“ Ich umarmte sie, stieg in mein Auto und brauste davon.

 

Du kannst Dir sicherlich vorstellen, dass meine Mutter ausser sich vor Sorgen war. In ihrer Not, rief sie meinen Vater in der Schweiz an, denn zu diesem Zeitpunkt lebte ich in Norddeutschland. Meine Mutter muss den Himmel so im Gebet belagert haben, denn es gelang mir nicht mit über 200 km/h auf der Autobahn in die Leitplanke zu fahren. Das Lenkrad war wie blockiert, als würde mein Auto auf Schienen fahren und den Weg zu einem befreundeten Ehepaar finden.

 

Aufgewühlt, aufgelöst und tränenüberströmt kam ich bei ihnen an. Sie kannten meine damalige Situation, sie nahmen mich in den Arm und trösteten mich. Das werde ich ihnen nie vergessen, sie vertrauten mich Gott an und beteten für mich und meine Kinder. Als ich wegfuhr, war ich gefestigt und ruhig. Frühmorgens kam ich nach Hause. Meine Mutter empfing mich mit grosser Erleichterung und schwieg. 

In dieser Nacht hatte ich einen Entschluss gefasst, niemand, aber gar niemand wird mich je wieder unsittlich anfassen, mich ruinieren, zerstören, gar vernich-ten können. Ich entschied mich für den Weg der Versöhnung, der Dankbarkeit und vor allem der Liebe, nicht den Weg des Hasses und der Vergeltung!

Einige Jahre später arbeitete ich als Praxismanagerin in einer neurologisch-psychiatrischen Gemeinschaftspraxis. Glaube mir, durch mein eigenes Leben und der unzähligen Menschen, die in starke Depressionen und andere psychischen Nöten waren, habe ich ein Fundus an Erfahrung machen dürfen.

Meine beste Freundin Conny, hin und wieder "Mutterersatz", da meine Mama nicht hier in Deutschland lebt, ist ein Herz von einem Mensch. Sie ist ein wahres Geschenk für mich und meine Kinder. Sie hat uns in ihre Familie integriert und adoptiert. Ich kann Dir sagen, durch ihr Wesen und ihre Freundschaft, Unterstützung in allen Bereichen meines Lebens, ist sie eine von den weisesten Frauen, die mir je begegnet ist. Sie liest und korrigiert alle meine Artikel in die-sem Blog, damit Du von meinem grossen Erfahrungsschatz profitieren kannst und vor allem zu Dir selber wieder findest. Conny, vielen lieben Dank! Du bist ein Engel!

Schon seit einiger Zeit, liegt sie mir in den Ohren, Frauen wie Dir zu helfen. So meine Lieben, Conny , meine beiden Kinder und natürlich meine Eltern, meine beiden Brüder und meine Schwägerinnen, Euch  zu ehren widme ich diese Seiten an uns Frauen. Durch Euren Mut, Durchhaltevermögen, Vertrauen und vor allem Eure Liebe in der Zeit, die ich meine Traumatas aufgearbeitet habe, wart Ihr immer für mich da! 

Hörst Du! Wirf Dein Leben nicht weg, niemand oder gar eine widrige Situation ist es wert, sein Leben wegzuwerfen ... Ich möchte Dich ermutigen, nimm Dein Leben in die Hand, wenn ich es geschafft habe, dann schaffst Du es auch!